Eine Website für einen Handwerksbetrieb erstellen zu lassen ist weniger eine technische als eine Reihe organisatorischer Entscheidungen. Der Bau dauert Tage, die Vorbereitung entscheidet über Wochen. Dieser Artikel geht den Ablauf in der Reihenfolge durch, in der er tatsächlich passiert, und verweist an jeder Station auf die ausführliche Antwort.
Schritt 1: Den Weg wählen, bevor du einen Anbieter suchst
Es gibt drei Wege, und sie unterscheiden sich weniger im Preis als in dem, was danach passiert. Beim Homepage-Baukasten baust du selbst, zahlst zwischen 15 und 35 Euro im Monat und trägst den gesamten Zeitaufwand. Bei einem Agenturprojekt zahlst du einmalig einen vierstelligen bis fünfstelligen Betrag und bekommst dafür Konzeption und Umsetzung, die Betreuung danach ist eine eigene Rechnung. Beim Abo zahlst du monatlich und bekommst Bau und Pflege zusammen.
Die Rechnung, die zählt, läuft über drei Jahre. Ein Baukasten ist günstig, bis du ihn an einem Donnerstagabend selbst pflegen sollst. Ein Agenturprojekt ist gut, bis die Agentur abgeliefert hat und die Seite drei Jahre lang niemand mehr anfasst. Welches Modell zu welcher Betriebsgröße passt, mit Preisspannen und einem Rechenbeispiel über fünf Jahre, steht in Was kostet eine Website für Handwerker. Die Abwägung zwischen Selbstbauen und Beauftragen behandelt Homepage-Baukasten oder Agentur.
Schritt 2: Material zusammensuchen, solange noch Zeit ist
Der häufigste Grund, warum sich ein Website-Projekt hinzieht, ist kein Streit über Farben. Es sind fehlende Bilder. Wer erst nach Vertragsschluss anfängt, Fotos von abgeschlossenen Arbeiten zu suchen, verliert zwei bis vier Wochen, in denen niemand weiterarbeiten kann.
Sinnvoll ist es, vorher vier Dinge beisammen zu haben: Fotos von fertigen Arbeiten, gern mit dem Zustand davor. Die Liste deiner Gewerke in einzelnen Positionen, also die konkreten Arbeiten statt einer Sammelbezeichnung. Die Orte, in denen du tatsächlich arbeitest. Und die vollständigen Angaben fürs Impressum. Welche Bilder auf einer Firmenwebsite funktionieren und welche schaden, steht in Fotos für die Firmenwebsite, die Aufbereitung abgeschlossener Arbeiten in Referenzprojekte auf der Handwerker-Website.
Schritt 3: Den Anbieter prüfen, bevor du unterschreibst
Ein Angebot für eine Website ist schwer zu vergleichen, weil die Leistung selten in denselben Worten beschrieben wird. Zwei Angebote über 4.000 Euro können völlig verschiedene Dinge enthalten. Der Weg heraus führt über Fragen, deren Antworten schriftlich vorliegen sollten: Wem gehört die Domain. Was kostet eine Änderung nach der Liveschaltung. Was passiert mit der Seite, wenn die Zusammenarbeit endet. Wie lange die Mindestlaufzeit ist und was sie dir dafür bietet.
Der vollständige Fragenkatalog mit der Begründung, warum jede Frage gestellt gehört, steht in 12 Fragen an jeden Website-Anbieter. Wenn öffentliche Mittel infrage kommen, lohnt vorher ein Blick in Förderung für die Website-Erstellung, weil manche Programme eine Bewilligung vor Auftragsvergabe verlangen.
Schritt 4: Die Struktur festlegen
Was auf der Website steht, entscheidet stärker über Anfragen als das Aussehen. Ein Betrieb braucht eigene Seiten für die einzelnen Leistungen, weil Kunden nach der einzelnen Arbeit suchen und nicht nach dem Oberbegriff. Er braucht das Einzugsgebiet in ausgeschriebenen Ortsnamen, weil eine eingebettete Karte für eine Suchmaschine keine Information ist. Er braucht sichtbare Kontaktdaten und, falls vorhanden, eine klare Aussage zum Notdienst.
Die vollständige Struktur mit Begründung aus Kundensicht steht in Was gehört auf eine Handwerker-Website. Ob dafür eine einzelne lange Seite reicht oder mehrere Unterseiten nötig sind, klärt Onepager oder mehrseitige Website. Wenn du über die Website auch Personal suchst, kommt ein eigener Stellenbereich dazu, dazu Mitarbeiter gewinnen im Handwerk.
Schritt 5: Die Pflichten mitnehmen, nicht nachrüsten
Ein paar Anforderungen gelten unabhängig von Betriebsgröße und Modell. Das Impressum nach Paragraf 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes braucht Name, ladungsfähige Anschrift, Kontaktmöglichkeit und Rechtsform, bei zulassungspflichtigen Handwerken zusätzlich Handwerkskammer und gesetzliche Berufsbezeichnung. Eine Datenschutzerklärung ist Pflicht, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, was bei einem Kontaktformular immer zutrifft. Ein SSL-Zertifikat gehört dazu, ein Cookie-Banner nur dann, wenn tatsächlich einwilligungspflichtige Dienste eingebunden sind.
Die Einzelheiten stehen in Impressum und Datenschutz auf der Firmenwebsite, SSL-Zertifikat: Pflicht oder Kür und Wann ein Cookie-Banner wirklich Pflicht ist. Ob dein Betrieb AGB braucht, klärt AGB-Pflicht für die Firmenwebsite. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz kommt für einen Teil der Betriebe eine weitere Anforderung hinzu, dazu Barrierefreiheit auf der Website.
Schritt 6: Live gehen und gefunden werden
Mit der Liveschaltung ist die Arbeit nicht zu Ende, sie fängt an einer anderen Stelle an. Eine neue Website steht nicht sofort in den Suchergebnissen, und zwar aus einem sachlichen Grund: Google muss sie erst finden, verstehen und einordnen. Wie lange das üblicherweise dauert und woran du erkennst, ob es vorangeht, steht in Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google rankt.
Für einen lokal arbeitenden Betrieb sind zwei Hebel wichtiger als alles andere. Das Google-Unternehmensprofil bringt dich in die Karte und in die lokale Suche, die Website bringt dich in die Entscheidung. Beide Quellen gleicht Google ab, und Widersprüche bei Name, Anschrift oder Telefonnummer kosten Sichtbarkeit. Wie du beides sauber verbindest, steht in Google-Unternehmensprofil und Website verbinden, welche lokalen Hebel messbar wirken, in Lokales SEO für Handwerksbetriebe.
Wie lange der ganze Ablauf dauert
Der Bau einer Handwerker-Website ist in wenigen Tagen bis wenigen Wochen machbar. Die tatsächliche Dauer entsteht an zwei Stellen, die mit der Technik nichts zu tun haben: beim Zusammensuchen von Bildern und Angaben und beim Umzug der Domain. Betriebe, die ihr Material vor dem ersten Termin beisammen haben, sind regelmäßig doppelt so schnell online wie Betriebe, die danach anfangen zu suchen. Die üblichen Zeitfenster je Modell stehen in Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen.
Wenn du den Ablauf abgeben willst
Die Reihenfolge oben beschreibt den Weg, unabhängig davon, wer die Seite baut. Wer ihn nicht selbst durchlaufen will, kann ihn abgeben: Bei Mr.Site für Handwerksbetriebe steht die Website fertig, bevor du zahlst. Du beantwortest zwei Minuten lang Fragen, wir bauen die Seite auf eigenes Risiko, und du entscheidest danach, ob sie online geht. Was das kostet und was enthalten ist, steht in der Preisübersicht, den Ablauf Schritt für Schritt zeigt die Prozess-Seite.
Wenn du schon eine Website hast und wissen willst, wo sie steht: der Website-Check geht 14 gewichtete Punkte durch, kostenlos und ohne Anmeldung.