Bevor du einen Website-Vertrag unterschreibst, klärst du sieben Bereiche: die Gesamtkosten inklusive aller Aufpreise, das Eigentum an Inhalten und Website, schriftlich zugesagte Reaktionszeiten, die Zuständigkeit für die Pflege nach dem Launch, enthaltene Sichtbarkeitsarbeit, die Ausstiegsregelung und Referenzen im laufenden Betrieb. Die folgenden 12 Fragen decken diese Punkte ab. An den Antworten erkennst du in einem Gespräch, wie der Anbieter nach dem Launch arbeitet.
Warum sich diese Prüfung lohnt
Ein Agenturprojekt kostet im deutschsprachigen Raum typischerweise 5.000 bis 25.000 Euro, in den USA 8.000 bis 30.000 US-Dollar. Wartungsverträge kommen in Deutschland mit 50 bis 150 Euro pro Monat dazu. Abo-Modelle liegen im DACH-Raum zwischen 30 und 200 Euro monatlich, oft plus Einrichtungsgebühr und Aufpreisen für Details, die im Verkaufsgespräch nicht fielen. In den USA kosten sie zwischen 100 und 500 US-Dollar pro Monat, oft plus Einrichtungsgebühr. Wie sich diese Spannen je Modell zusammensetzen, schlüsselt die Seite Was kostet eine Website auf. Wir betreiben selbst mehrere hundert Unternehmens-Websites. Aus diesem Betrieb wissen wir, welche Vertragspunkte nach dem Launch über Kosten und Handlungsfreiheit entscheiden. Genau auf diese Punkte zielen die 12 Fragen.
Die 12 Fragen
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Was kostet die Einrichtung, und wo steht diese Zahl im Angebot? Viele Abo-Angebote werben mit niedrigen Monatspreisen und holen die Marge über die Setup-Gebühr. Fehlt die Zahl im schriftlichen Angebot, taucht sie später auf der Rechnung auf.
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Sind SSL-Zertifikat und mobile Darstellung im Preis enthalten? Beides ist seit Jahren technischer Standard. Wer dafür Aufpreise berechnet, verkauft Grundausstattung als Extra, und dieses Muster setzt sich bei jedem weiteren Posten fort.
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Was kostet eine zweite Sprache? Für Unternehmen mit internationalen Kunden wird dieser Posten schnell vierstellig. Ein Anbieter, der hier keine konkrete Zahl nennt, kalkuliert sie später frei.
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Wem gehören Texte, Bilder und Design nach dem Launch? Bleiben die Nutzungsrechte beim Anbieter, startest du bei einem Wechsel inhaltlich bei null. Lass dir die Rechteübertragung im Vertrag zeigen, mündliche Zusagen helfen dir vor Gericht nicht.
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Kann ich die Website übernehmen, wenn ich den Vertrag beende? Manche Abo-Anbieter behalten Code und System dauerhaft. Dann zahlst du dauerhaft für etwas, das dir nie gehört.
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Welche Reaktionszeit garantieren Sie schriftlich? “Wir sind schnell” ist keine Zusage. Steht keine Frist mit Stunden- oder Werktagsangabe im Vertrag, existiert sie im Ernstfall nicht.
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Wer pflegt die Website nach dem Launch, und was kostet das? Viele Projekte enden mit der Abnahme, danach veralten Inhalte und Software unbemerkt. Frag nach Zuständigkeit, Umfang und Preis der laufenden Website-Betreuung, bevor du über den Baupreis verhandelst.
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Wie laufen Sicherheitsupdates und was passiert bei einem Ausfall? Ein Anbieter mit Betriebserfahrung beschreibt dir seinen Prozess ohne Nachdenken. Eine ausweichende Antwort bedeutet in der Regel: Es gibt keinen Prozess.
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Ist Sichtbarkeitsarbeit enthalten oder ein Zusatzposten? Eine Website, die weder in Google noch in KI-Antwortmaschinen auftaucht, erfüllt ihren Zweck nicht. Klär, ob laufende Optimierung im Preis steckt oder ob der Anbieter sie separat berechnet.
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Wie lange bin ich gebunden, und wie kündige ich? Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung gehören schwarz auf weiß in den Vertrag. Laufzeiten über 24 Monate ohne Ausstiegsoption sind ein Warnsignal.
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Was passiert mit Domain und E-Mail-Postfächern beim Ausstieg? Ist die Domain auf den Anbieter registriert, kontrolliert er deinen wichtigsten digitalen Vermögenswert. Besteh auf einer Registrierung auf deinen Betrieb.
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Können Sie mir drei Websites zeigen, die Sie seit mehr als einem Jahr betreiben? Launch-Referenzen zeigen nur, was ein Anbieter bauen kann. Erst laufende Projekte zeigen, ob er nach dem Launch noch erreichbar ist und die Seiten aktuell hält.
Woran du ausweichende Antworten erkennst
Ein belastbarer Anbieter beantwortet alle 12 Fragen in einem Gespräch von 30 Minuten und schickt die Zahlen anschließend schriftlich nach. Warnsignale sind Sätze wie “das klären wir dann im Projekt” oder Preise, die nur mündlich fallen. Wer schon vor der Unterschrift unkonkret bleibt, wird es im laufenden Betrieb erst recht. Nimm die Antworten ins Protokoll auf und mach das Dokument zum Vertragsbestandteil. Seriöse Anbieter unterschreiben das ohne Zögern, denn sie sagen nichts zu, was sie nicht ohnehin liefern. Wer beim Erstellen der Website auf diese Schriftform verzichtet, verhandelt später aus der schwächeren Position.
Was wir aus dem eigenen Betrieb gelernt haben
Wir haben Mr.Site nach genau dieser Checkliste gebaut, weil wir die Gegenprobe täglich machen: Website im Abo ab 179 Euro netto pro Monat, 0 Euro Einrichtung, SSL und mobile Darstellung in jedem Paket. Die zweite Sprache ist bereits im Start-Paket für 179 Euro netto pro Monat enthalten, ohne Aufpreis. Änderungswünsche setzen wir innerhalb von 48 Stunden um, je nach Paket sind 2 oder 4 pro Monat enthalten, und diese Zusage steht im Vertrag. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht, du kündigst jederzeit zum Monatsende. Deine Texte, deine Bilder und deine Domain gehören dir und bleiben dir auch nach einer Kündigung; die Website selbst bauen und betreiben wir im Abo, sie geht deshalb zum Vertragsende vom Netz. Die Antworten zu Preisen, Inklusivleistungen, Reaktionszeiten, Laufzeit und Eigentum an Inhalten findest du auf unserer Preisseite. Die übrigen Fragen, etwa zum Update-Prozess, zur Domain-Registrierung und zu Referenzen im laufenden Betrieb, beantworten wir dir per E-Mail. Stell dieselben Fragen auch uns, ein Mensch antwortet. Wer vor dem Angebotsvergleich wissen will, wo die eigene Seite gerade steht, kann sie in fünf Minuten selbst prüfen: 14 Punkte zu Auffindbarkeit, Technik, Vertrauen, Pflichtangaben und Kontaktwegen, ohne Anmeldung.