Website-Check

Website-Check: warum deine Seite keine Anfragen bringt.

Die meisten Websites kleiner Betriebe scheitern nicht am Aussehen, sondern an 14 Punkten, die man einzeln prüfen kann. Dieser Check geht sie durch: Auffindbarkeit, Technik, Vertrauen, Pflichtangaben und Kontaktwege. Er läuft in deinem Browser, dauert etwa fünf Minuten und verlangt weder Anmeldung noch E-Mail-Adresse. Am Ende steht eine Liste in der Reihenfolge, in der die Lücken wehtun.

Am besten öffnest du deine Website in einem zweiten Fenster. Jeder Punkt sagt dir, wie du ihn prüfst.

Gefunden werden

Findet man deinen Betrieb bei Google, wenn man Gewerk und Ort eingibt?

Such im privaten Fenster nach deinem Gewerk plus Ort, etwa „Elektriker Buxtehude“. Zählt nur, wenn du auf der ersten Seite auftauchst, nicht wenn du nach deinem Firmennamen suchst.

Hat jede Leistung eine eigene Unterseite?

Je Arbeit eine eigene Seite mit eigener Adresse, etwa /badsanierung/ und /heizungswartung/. Eine Sammelseite „Leistungen“ mit Aufzählung zählt hier nicht.

Stehen die Orte deines Einzugsgebiets ausgeschrieben im Text?

Suche mit Strg+F auf deiner Seite nach zwei Nachbarorten. Eine eingebettete Karte zählt nicht.

Ist dein Google-Unternehmensprofil mit der Website verknüpft und stimmen die Angaben?

Profil öffnen und Name, Anschrift und Telefonnummer Zeichen für Zeichen mit dem Impressum vergleichen.

Technik

Lädt deine Seite über https, mit Schloss in der Adresszeile?

Adresszeile ansehen. Steht dort eine Warnung oder „Nicht sicher“, ist die Antwort nein.

Ist die Seite auf dem Handy ohne Zoomen und ohne Seitwärtsschieben lesbar?

Auf dem eigenen Telefon öffnen, nicht am Rechner verkleinern. Vier von fünf Besuchern kommen mobil.

Ist die Startseite in unter drei Sekunden da, ohne WLAN?

WLAN am Telefon ausschalten und die Startseite neu laden. Alternativ unten den PageSpeed-Test von Google nutzen.

Vertrauen

Zeigst du Fotos echter, abgeschlossener Arbeiten?

Eigene Fotos von eigenen Projekten. Gekaufte Bilder aus einer Datenbank zählen nicht, KI-Bilder auch nicht.

Steht dein Team mit Namen und Gesicht auf der Seite?

Namen und Funktion, nicht nur ein Gruppenfoto ohne Beschriftung.

Sind Bewertungen auf der Website sichtbar?

Echte Bewertungen mit Quelle. Erfundene Zitate sind nach Paragraf 5 UWG angreifbar.

Pflichten

Ist dein Impressum vollständig?

Name, ladungsfähige Anschrift, Kontakt, Rechtsform, bei Eintragung Registergericht und Nummer. Bei zulassungspflichtigen Handwerken zusätzlich Handwerkskammer und Berufsbezeichnung.

Passt deine Datenschutzerklärung zu dem, was die Seite wirklich tut?

Wenn ein Kontaktformular, eine Karte oder ein Analysewerkzeug eingebunden ist, muss das darin vorkommen.

Kontakt

Ist die Telefonnummer ohne Scrollen sichtbar und antippbar?

Auf dem Telefon öffnen. Die Nummer muss sofort zu sehen sein und beim Antippen wählen.

Hat dein Kontaktformular höchstens fünf Felder?

Felder zählen. Alles über fünf kostet Abschlüsse, ohne die Anfrage besser zu machen.

0 von 14 beantwortet

Die drei Punkte, an denen es fast immer hängt

Aus den Websites, die wir uns vor einem Neubau ansehen, wiederholen sich drei Lücken so regelmäßig, dass sie fast eine Regel bilden.

Eine Sammelseite statt einzelner Leistungsseiten. Der Betrieb schreibt „Alles rund ums Bad“ auf eine Seite namens Leistungen. Gesucht wird aber „Badsanierung Kosten“, „Dusche barrierefrei umbauen“ oder „Rohrbruch Notdienst“. Eine Seite, die alles ein wenig beantwortet, ist für keine dieser Suchen die beste Antwort. Die Begründung aus Kundensicht steht in Was gehört auf eine Handwerker-Website.

Das Einzugsgebiet nur als Karte. Eine eingebettete Karte sieht für Menschen nach einer Antwort aus. Für eine Suchmaschine ist sie ein Bild ohne Text. Wer in zwölf Orten arbeitet, sollte diese zwölf Orte schreiben. Welche lokalen Hebel messbar wirken, steht in Lokales SEO für Handwerksbetriebe.

Bilder aus der Datenbank statt eigener Arbeiten. Ein gekauftes Foto von einem lächelnden Handwerker mit verschränkten Armen belegt nichts. Ein Foto der Heizung, die letzte Woche eingebaut wurde, belegt alles. Was dabei funktioniert und was schadet, steht in Fotos für die Firmenwebsite.

Die technischen Werte messen Googles eigene Werkzeuge

Geschwindigkeit, mobile Darstellung und strukturierte Daten lassen sich exakt messen, und zwar kostenlos an der Quelle. Für diese Punkte lohnt kein Zwischenwerkzeug:

  • PageSpeed Insights liefert Ladezeit und Core Web Vitals, getrennt für Mobil und Rechner. Der Wert unter „Mobil“ ist der, der zählt.
  • Rich Results Test zeigt, ob Google die strukturierten Daten deiner Seite lesen kann.
  • Die Search Console zeigt, mit welchen Suchanfragen dich Leute wirklich finden. Das ist der einzige Ort, an dem diese Zahlen stehen.

Was diese Werkzeuge nicht beurteilen: ob ein Foto eine echte eigene Arbeit zeigt, ob im Impressum die Handwerkskammer fehlt, ob dein Einzugsgebiet stimmt. Dafür ist der Check oben da.

Was ein schlechtes Ergebnis kostet

Eine Website, die bei diesen Punkten durchfällt, ist selten komplett unsichtbar. Sie ist auffindbar, wenn jemand den Firmennamen kennt, und unsichtbar, wenn jemand ein Gewerk und einen Ort sucht. Der erste Fall bringt Bestandskunden, der zweite bringt neue. Genau deshalb fällt die Lücke im Alltag oft nicht auf: das Telefon klingelt weiter, nur eben nicht wegen der Website.

Wie lange es dauert, bis Aenderungen in den Suchergebnissen ankommen, steht in Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google rankt. Ob sich eine Reparatur oder ein Neuaufbau rechnet, klärt Relaunch oder Neuaufbau. Und den ganzen Weg von der Entscheidung bis online beschreibt Website für Handwerker erstellen lassen.

Häufige Fragen

Fragen zum Website-Check.

01 Was kostet der Website-Check?

Nichts, und du musst dafür weder eine E-Mail-Adresse angeben noch dich anmelden. Der Check läuft vollständig in deinem Browser, es werden keine Daten an uns übertragen.

02 Wie lange dauert der Check?

Rund fünf Minuten für alle 14 Punkte, wenn du deine Website in einem zweiten Fenster offen hast. Jeder Punkt ist so gestellt, dass du ihn in unter 30 Sekunden entscheiden kannst.

03 Warum messt ihr meine Seite nicht automatisch?

Weil die Punkte, auf die es ankommt, kein Programm zuverlässig beurteilt. Ob ein Foto eine echte eigene Arbeit zeigt oder aus einer Bilddatenbank kommt, ob dein Einzugsgebiet stimmt, ob im Impressum die Handwerkskammer fehlt: das sieht nur jemand, der den Betrieb kennt. Für die rein technischen Werte verlinken wir Googles eigene Werkzeuge, die genau dafür gemacht sind.

04 Was bedeutet mein Ergebnis?

Die Punkte sind gewichtet. Ein fehlendes Impressum oder eine Seite, die auf dem Handy nicht lesbar ist, zählt schwerer als fehlende Bewertungen. Unter 60 Prozent kostet deine Website derzeit Aufträge, zwischen 60 und 85 Prozent fehlen einzelne Bausteine, über 85 Prozent stimmt das Fundament.

05 Was mache ich mit dem Ergebnis?

Die Auswertung nennt die Punkte in der Reihenfolge, in der sie wehtun. Vieles davon kannst du selbst beheben, und zu jedem Punkt steht im Magazin die ausführliche Antwort. Wenn du es nicht selbst machen willst, bauen wir die Seite neu, fertig bevor du zahlst.

06 Gilt der Check nur für Handwerksbetriebe?

Nein. Die Punkte gelten für jeden kleinen Betrieb, der über die Website Anfragen bekommen soll, also auch für Praxen, Kanzleien, Gastronomie und Dienstleister. Die Beispiele kommen aus dem Handwerk, weil dort die meisten unserer Kunden arbeiten.

Lieber nachbauen lassen als nacharbeiten?

Wir bauen deine Website fertig, bevor du zahlst. Du beantwortest zwei Minuten lang Fragen, den Rest machen wir. Gefällt sie dir nicht, zahlst du nichts.

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