Google verlangt für Fotos im Unternehmensprofil JPG oder PNG zwischen 10 KB und 5 MB, empfiehlt eine Auflösung von 720 x 720 Pixel und akzeptiert minimal 250 x 250 Pixel. Eine feste Mindestanzahl gibt es nicht. Laut der Whitespark-Studie Local Search Ranking Factors 2026 zählt für das lokale Ranking weniger die Menge als die Qualität und die Aktualität der Bilder, Geotagging bringt dagegen praktisch nichts.

Viele Handwerksbetriebe laden beim Einrichten ein paar Fotos hoch und rühren das Profil danach nicht mehr an. Dieser Artikel zeigt, was Google technisch verlangt, welche Fototypen es unterscheidet und was von den gängigen SEO-Tipps zu Fotos tatsächlich durch Daten gedeckt ist.

Die technischen Vorgaben von Google

Google listet in der eigenen Hilfe klare, aber wenig strenge Anforderungen: Dateiformat JPG oder PNG, Dateigröße zwischen 10 KB und 5 MB, empfohlene Auflösung 720 x 720 Pixel, Mindestauflösung 250 x 250 Pixel. Inhaltlich fordert Google scharfe, gut ausgeleuchtete, realistische Aufnahmen ohne starke Nachbearbeitung oder übermäßige Filter. Ein Smartphone-Foto aus der Werkstatt erfüllt diese Vorgaben in der Regel ohne Zusatzaufwand, ein stark retuschiertes Stockfoto eher nicht.

Jedes hochgeladene Bild durchläuft danach eine Prüfung mit drei möglichen Zuständen: ausstehend, nicht genehmigt oder live. Bis ein Foto sichtbar wird, vergeht meist ein bis zwei Tage. Wird ein Bild abgelehnt, liegt das fast immer an den Qualitäts- oder Inhaltsrichtlinien, nicht an einem technischen Formatfehler.

Welche Fototypen Google im Profil vorsieht

Google unterscheidet im eigenen Hilfebereich vier Kategorien, die unterschiedliche Aufgaben im Profil übernehmen:

FototypZweck
LogoWiedererkennung, wird besonders bei knappen Profilen hervorgehoben
TitelbildRepräsentiert den Betrieb oben im Profil, wird aber nicht garantiert als erstes Bild angezeigt
TeambildZeigt echte Mitarbeitende, kein Stockfoto-Ersatz
Standort- und ArbeitsfotosAußenansicht, Eingang, Werkstatt, typische Arbeitsschritte

Für einen Handwerksbetrieb heißt das in der Praxis: ein quadratisches Logo mit etwas Rand, ein aussagekräftiges Titelbild vom Betrieb oder einem fertigen Projekt, ein aktuelles Teambild und mehrere echte Aufnahmen von Fahrzeugen, Werkstatt oder Baustellen. Kundenfotos, die über Bewertungen hochgeladen werden, laufen separat und lassen sich nicht steuern, zählen aber laut Whitespark zu den Faktoren mit steigender Bedeutung.

Was Daten zum Rankingeffekt wirklich sagen

Die Whitespark-Studie Local Search Ranking Factors 2026 befragt 47 Local-SEO-Fachleute zu 187 einzelnen Faktoren für das lokale Suchergebnis. Für Fotos ergibt sich dabei ein differenziertes Bild, das von gängigen Pauschal-Tipps abweicht:

FaktorPlatz von 187Einordnung
Foto- und Videoqualität (Auflösung, Schärfe, keine Stockfotos)45Deutlich wichtiger als reine Masse
Aktualität neu hochgeladener Fotos89Ein veraltetes Fotoarchiv wirkt wie ein inaktiver Betrieb
Anzahl der Fotos im Profil96Spielt eine Rolle, aber klar hinter Qualität und Aktualität
Anzahl nutzergenerierter Fotos76Kundenfotos aus Bewertungen zählen eigenständig
Geotagging von Fotos187 (letzter Platz)In der Auswertung praktisch ohne Effekt

Die Reihenfolge zeigt, worauf es ankommt: ein Betrieb, der zehn scharfe, aktuelle Fotos zeigt, steht nach dieser Datenlage besser als einer mit vierzig Jahre alten oder unscharfen Bildern. Die verbreitete Empfehlung, Fotodateien vor dem Hochladen mit GPS-Koordinaten zu versehen, taucht in der Auswertung dagegen auf dem letzten Platz aller 187 Faktoren auf. Der Aufwand für Geotagging lohnt sich fürs Ranking nicht, kann aber aus anderen Gründen sinnvoll sein, etwa für die eigene Bildverwaltung.

Für die Praxis heißt das: Bevor Sie Zeit in Zusatzschritte wie Geotagging investieren, lohnt sich zuerst ein Blick auf die eigenen Bestandsfotos. Sind sie scharf, aktuell und zeigen sie den Betrieb realistisch? Diese drei Fragen bringen laut der Rangfolge deutlich mehr als jede technische Verfeinerung einzelner Dateien.

Videos im Profil: eigene Vorgaben

Neben Fotos lassen sich auch kurze Videos hochladen, etwa von der Werkstatt, einer laufenden Baustelle oder dem Team bei der Arbeit. Google setzt dafür eigene technische Grenzen: maximal 30 Sekunden Länge, bis zu 75 MB Dateigröße, Auflösung mindestens 720p. Dieselbe Prüfzeit wie bei Fotos gilt auch hier, ein hochgeladenes Video braucht in der Regel ein bis zwei Tage, bis es im Profil sichtbar wird. Für einen Handwerksbetrieb reicht meist ein kurzer Clip vom Betriebsalltag, eine aufwendige Produktion ist nicht nötig und bringt gegenüber einem einfachen Foto keinen bekannten zusätzlichen Rankingvorteil.

Wie oft neue Fotos hochladen

Google nennt in der eigenen Hilfe keine feste Upload-Frequenz. Aus der Platzierung der Aktualität auf Rang 89 der Whitespark-Auswertung lässt sich trotzdem eine Praxisregel ableiten: Ein Profil, das seit Monaten keine neuen Bilder zeigt, wirkt gegenüber Google wie ein verwaister Eintrag, selbst wenn der Betrieb aktiv ist. Sinnvolle Anlässe für neue Fotos sind ein abgeschlossenes Projekt, ein neues Teammitglied, eine umgebaute Werkstatt oder saisonale Arbeiten wie Dachrinnenreinigung im Herbst oder Heizungswartung im Winter. Ein fester Rhythmus von einem bis zwei neuen Fotos im Monat reicht für die meisten Betriebe, um aus Google-Sicht als gepflegtes, aktives Profil zu gelten.

Einwilligung bei Personen auf Fotos

Zeigt ein Foto erkennbare Mitarbeitende oder Kunden, handelt es sich um personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Für die Veröffentlichung braucht es dafür grundsätzlich eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, in der Praxis meist die Einwilligung der abgebildeten Person. Holen Sie diese Einwilligung aktiv und nachweisbar ein, bevor Sie ein Teambild oder ein Foto mit Kunden im Profil veröffentlichen, und klären Sie intern, wer ein Foto wieder entfernen kann, falls eine Person später widerspricht.

Fotos hochladen: Schritt für Schritt

  1. Google Unternehmensprofil öffnen und auf “Fotos” gehen.
  2. Kategorie wählen: Logo, Titelbild oder weiteres Foto.
  3. Bild in JPG oder PNG zwischen 10 KB und 5 MB auswählen, möglichst in 720 x 720 Pixel oder höher.
  4. Hochladen und Freigabe abwarten, Status in der Übersicht prüfen.
  5. Regelmäßig neue Aufnahmen ergänzen, statt das Profil einmalig zu befüllen.

Typische Fehler beim Bestücken des Profils

Drei Muster sorgen in der Praxis immer wieder für ein schwaches Fotoprofil, obwohl sich alle drei mit wenig Aufwand beheben lassen. Erstens der einmalige Upload bei der Einrichtung, danach passiert jahrelang nichts, obwohl sich Fahrzeugflotte, Team oder Werkstatt längst verändert haben. Zweitens Stockfotos oder stark bearbeitete Bilder statt echter Aufnahmen vom eigenen Betrieb, die laut den Whitespark-Daten schlechter abschneiden als einfache, aber reale Fotos. Drittens das Ignorieren der Kundenfotos aus Bewertungen, die sich zwar nicht entfernen, aber durch aktive Bitte um Bewertungen mit eigenen Fotos indirekt fördern lassen.

Fotos sind ein Baustein, keine Lösung für sich

Fotoqualität und Aktualität wirken sich auf das lokale Ranking aus, ersetzen aber keine vollständigen Profilangaben, eine treffende Kategorie oder eine eigene Website mit Leistungsseiten. Die beiden Bildbestände erfüllen außerdem unterschiedliche Aufgaben: Das Google-Profil zeigt Ausschnitte, die Vertrauen vor dem ersten Kontakt schaffen sollen, während die eigene Website Platz für vollständige Projektgalerien, Vorher-Nachher-Vergleiche und Leistungsbeschreibungen bietet, die im Profil gar nicht vorgesehen sind. Mr.Site betreut mehrere hundert Unternehmens-Websites für Handwerks- und Gewerbebetriebe, unter anderem im Rahmen der Website-Betreuung, zu der auch die laufende Pflege solcher Sichtbarkeits-Details gehört. Wie Sie ein Profil von Grund auf richtig anlegen, zeigt Google Unternehmensprofil erstellen, welche Kategorie laut Whitespark den stärksten Einzeleffekt hat, zeigt Google Unternehmensprofil: Die richtige Kategorie wählen, und wie Fotos auf der eigenen Website wirken sollten, behandelt Fotos für die Firmenwebsite.