Für eine einfache Firmenwebsite mit WordPress oder einem Baukasten zahlen Sie bei deutschen Anbietern wie IONOS, STRATO oder All-Inkl im ersten Jahr meist 1 bis 8 Euro im Monat, danach steigt der Preis auf 6 bis 22 Euro. Wichtiger als der günstigste Einstiegspreis sind vier Kriterien: Uptime-Garantie, ob SSL und Backup wirklich automatisch inklusive sind, die Erreichbarkeit des Supports und was nach Ablauf der Aktionslaufzeit an Regelpreis fällig wird. Wer diese vier Punkte vor Vertragsabschluss prüft, vermeidet die häufigste Kostenfalle: einen Vertrag, der im zweiten Jahr das Dreifache kostet.
Was Webhosting für eine Firmenwebsite überhaupt leistet
Hosting ist der Serverplatz, auf dem die Dateien Ihrer Website liegen und von dem aus sie im Browser eines Besuchers ausgeliefert wird. Ein Business-Hosting-Paket bündelt dafür typischerweise Webspace, eine oder mehrere Domains, ein SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung, E-Mail-Postfächer unter der eigenen Domain und eine Datenbank, falls die Website mit WordPress oder einem anderen Content-Management-System läuft. Dazu kommt ein Kundenmenü, meist Plesk oder ein anbietereigenes Panel, über das Sie Postfächer anlegen, Backups einsehen und die Domain verwalten. Wie viele Postfächer sinnvoll sind und worauf Sie beim Einrichten einer geschäftlichen Adresse unter der eigenen Domain achten sollten, steht im Artikel zur E-Mail mit eigener Domain. Bei einem Website-Abo wie es Mr.Site anbietet ist all das bereits Teil der monatlichen Pauschale, die folgenden Vergleichswerte gelten für Betriebe, die ihr Hosting getrennt von der Website-Erstellung selbst buchen, etwa weil sie WordPress selbst pflegen oder eine Agentur beauftragt haben, die kein eigenes Hosting mitbringt.
WordPress, Baukasten oder statische Website: unterschiedliche Anforderungen
Wie viel Hosting Sie tatsächlich brauchen, hängt vom Website-Typ ab. Eine WordPress-Website benötigt eine PHP-Umgebung und eine MySQL-Datenbank, dazu regelmäßige Updates von Kern, Theme und Plugins, sonst wächst das Angriffsrisiko mit jedem Monat ungepflegter Software. Ein Homepage-Baukasten wie Wix oder Jimdo bringt sein Hosting bereits mit, ein separates Paket entfällt hier komplett. Eine statisch generierte Website kommt dagegen mit deutlich einfacherem Hosting aus, da keine Datenbank und keine serverseitige Ausführung nötig ist, was Angriffsfläche und Wartungsaufwand reduziert. Die Unterschiede zwischen den drei Ansätzen und wann sich welcher lohnt, sind im Artikel zu statisch generierten Websites eingeordnet.
Preise der großen deutschen Hosting Anbieter im Überblick
Die folgenden Werte sind reguläre Monatspreise ohne Rabattaktionen, Stand September 2026. Aktionspreise im ersten Vertragsjahr liegen bei allen vier Anbietern deutlich darunter, teils bei 0 bis 3 Euro.
| Anbieter | Einstiegspaket | Mittleres Paket | SSL inklusive | Backup inklusive |
|---|---|---|---|---|
| IONOS | ca. 6 Euro/Monat (100 GB) | ca. 16 Euro/Monat (350 GB) | ja | ja, täglich |
| STRATO | ca. 5 Euro/Monat (50 GB) | ca. 12 Euro/Monat (150 GB) | ja | ja, täglich |
| All-Inkl | ca. 5 bis 8 Euro/Monat (Privat/PrivatPlus) | ca. 10 Euro/Monat (Premium) | ja | ja |
| webgo | ca. 7 bis 8 Euro/Monat (Starter) | ca. 12 bis 15 Euro/Monat | ja | ja |
Die Tabelle zeigt Richtwerte für ein einfaches Business-Paket, keine Server- oder Managed-Hosting-Angebote für größere Shops. Für die reine Firmenwebsite eines Handwerksbetriebs mit fünf bis fünfzehn Seiten reicht in fast allen Fällen das Einstiegs- oder mittlere Paket, unbegrenzte Domains oder mehrstellige Gigabyte-Zahlen an Speicher spielen bei einer Textseite ohne Video-Uploads kaum eine Rolle. Ein zweites oder drittes E-Mail-Postfach für Mitarbeitende oder eine separate Adresse für den Notdienst lohnt sich dagegen fast immer, dafür reicht bereits das Einstiegspaket der meisten Anbieter.
Vier Kriterien, die wichtiger sind als der Preis
Der Listenpreis ist der Punkt, an dem die meisten Betriebe zuerst schauen, und der Punkt, der am wenigsten über die tatsächliche Zufriedenheit entscheidet. Vier Kriterien wiegen schwerer.
Uptime-Garantie. Anbieter werben mit 99,9 Prozent Verfügbarkeit oder mehr. Das klingt nach wenig Unterschied, macht aber bei 99,9 Prozent rund achteinhalb Stunden Ausfall im Jahr aus, bei 99,99 Prozent nur noch etwa eine Stunde. Für eine Website, die Kontaktanfragen und Notdienst-Nummern zeigt, ist jede Ausfallstunde eine verpasste Anfrage.
SSL und Backup wirklich automatisch. Fast jeder Anbieter wirbt inzwischen mit “SSL inklusive”, bei manchen Paketen gilt das aber nur für die Hauptdomain oder muss manuell aktiviert werden. Prüfen Sie auch, ob Backups automatisch täglich laufen und ob eine Wiederherstellung im Kundenmenü selbst möglich ist oder einen kostenpflichtigen Support-Fall auslöst.
Support auf Deutsch und erreichbar. Bei einem technischen Problem am Wochenende zählt, ob ein Betrieb telefonisch oder per Chat jemanden erreicht, der auf Deutsch weiterhilft. Reine Ticket-Systeme mit mehrtägiger Antwortzeit sind für einen Handwerksbetrieb ohne eigene IT-Abteilung ein Risiko.
Regelpreis nach Ablauf der Aktion. Die Werbepreise gelten fast immer nur für die ersten sechs bis zwölf Monate. Rechnen Sie deshalb nicht mit dem Startpreis, sondern mit dem Preis, der danach in der Preisliste des Anbieters steht, das ist der Betrag, den Sie über die gesamte Vertragslaufzeit tatsächlich zahlen.
Checkliste vor Vertragsabschluss
Bevor Sie ein Hosting-Paket buchen, lohnt sich ein kurzer Abgleich mit dieser Liste:
- Regelpreis nach Ablauf der Aktionslaufzeit in der Preisliste des Anbieters nachlesen, nicht den beworbenen Startpreis zugrunde legen.
- Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist notieren, idealerweise direkt im Kalender.
- Anzahl und Größe der E-Mail-Postfächer prüfen, gerade bei mehreren Mitarbeitenden mit eigener Adresse.
- Backup-Rhythmus und Wiederherstellung im Kundenmenü selbst testen, statt sich auf Werbeaussagen zu verlassen.
- Support-Kanäle und Erreichbarkeit außerhalb der Bürozeiten klären, insbesondere am Wochenende.
- Migrations-Service für den Umzug einer bestehenden Website erfragen, das spart bei einem Wechsel oft mehrere Stunden Eigenarbeit.
Serverstandort und Datenschutz richtig einordnen
Ein deutscher Serverstandort ist keine gesetzliche Pflicht für eine Firmenwebsite. Entscheidend ist, ob personenbezogene Daten aus einem Kontaktformular in Drittstaaten übertragen werden und ob dafür eine ausreichende rechtliche Grundlage besteht. Ein Anbieter mit Rechenzentrum in Deutschland oder der EU erspart Ihnen diese Prüfung von vornherein, weil die Daten den europäischen Rechtsraum gar nicht verlassen. Wie die Rechtslage bei Anbietern außerhalb der EU aussieht, behandelt der Artikel zum Serverstandort und der DSGVO im Detail.
Wann sich ein separates Hosting-Paket nicht lohnt
Ein eigenes Hosting-Paket zu verwalten bedeutet auch, sich selbst um Updates, Backups und im Ernstfall um die Bereinigung nach einem Hackerangriff zu kümmern. Für einen Betrieb, der weder Zeit noch eine eigene IT-Ansprechperson dafür hat, ist ein Website-Abo meist die einfachere Lösung: Hosting, SSL, Backup und die technische Wartung sind darin bereits enthalten, die monatliche Rechnung bleibt über die gesamte Laufzeit gleich, ohne den Sprung vom Aktionspreis auf den Regelpreis nach zwölf Monaten. Wer wissen will, wie sich diese Gesamtkosten zu einer selbst zusammengestellten Lösung aus Baukasten, Hosting und Freelancer verhalten, findet die vollständige Rechnung im Artikel Was kostet eine Website für Handwerker.
Anbieter wechseln, wenn der Vertrag ausläuft
Wer nach ein bis zwei Jahren feststellt, dass der Regelpreis nicht mehr zur Leistung passt oder der Support zu langsam reagiert, kann den Hosting-Anbieter wechseln, ohne die Domain oder die bestehenden Inhalte zu verlieren. Der Ablauf mit AuthInfo-Code, Datensicherung und DNS-Umstellung ist im Artikel Website-Anbieter wechseln Schritt für Schritt beschrieben, inklusive der üblichen Kündigungsfristen.
Am Ende entscheidet nicht der niedrigste Startpreis, sondern welcher Anbieter über zwei bis drei Jahre gerechnet zuverlässig läuft und im Ernstfall schnell erreichbar ist. Rechnen Sie deshalb immer die reguläre Jahresgebühr nach Ablauf der Aktion mit ein, bevor Sie unterschreiben, und legen Sie sich die Checkliste von oben griffbereit, wenn Sie zwei Angebote gegenüberstellen. Wer sich diesen Vergleich sparen will, bekommt Hosting, Backup und Support bei einem Website-Abo als festen Bestandteil der monatlichen Pauschale, ohne dass sich die Rechnung nach dem ersten Jahr plötzlich ändert.